«Kulturweit» sendet 16 neue Freiwillige an deutsche Schulen in Chile

Die neuen Kulturweit-Freiwilligen vor dem Seminarort LBI: Für ihre Zeit in Chile nahmen sie vor Kurzem an einem Einführungsseminar teil.
Die neuen Kulturweit-Freiwilligen vor dem Seminarort LBI: Für ihre Zeit in Chile nahmen sie vor Kurzem an einem Einführungsseminar teil.

 

Der internationale Freiwilligendienst «Kulturweit» hat im März 16 neue Freiwillige an Schulen in Chile entsendet. Die jungen Teilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren werden an Schulen von Punta Arenas bis La Serena ihr Herkunftsland und ihre Muttersprache authentisch vermitteln.

 

Von Anna Hendrischk-Seewald
Fachberaterin der ZfA

Nachdem alle Kulturweit-Freiwilligen bereits in einem zehntägigen Vorbereitungsseminar am Berliner Werbellinsee für ihre Aufgabe als Kulturvermittler geschult worden waren, erhielten sie nun während der ersten Tage in Chile noch eine spezielle Einführung. Die Freiwilligen werden sechs- bis zwölf Monate lang einer von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) oder dem Goethe-Institut betreuten Deutschen Schule tätig sein.

Das Programm startete mit grundlegenden Informationen zum chilenischen Schulsystem, zur Organisation PASCH und den verschiedenen Schulen des Netzwerkes. Zwei Vertreterinnen Deutscher Schulen in Chile, Eva Buchwald (DS Santiago) und Malin Sauter (Santa Ursula Vitacura) erläuterten  anschaulich den chilenischen Schulalltag und erzählten, warum sich ihre Schule für die Arbeit mit Kulturweit entschieden habe.

Im Anschluss empfing Udo Ewertz, Leiter des Kulturreferats, die neuen Freiwilligen in der  Deutschen Botschaft. Er erklärte die Arbeit in der Botschaft und war offen für alle Art von Fragen, sodass für alle Teilnehmer ein etwas verändertes Bild der “Politik zum Anfassen” entstand.

Um sich anschließend auch gleich in das Gefühl des Schullebens einzufinden, wurden alle Teilnehmer zum Mittagessen in die Grundschule der nahe gelegenen Deutschen Schule Santiago eingeladen.

Da speziell im Stadtteil Vitacura die geschichtlich bedingte enge Verbindung zwischen Deutschland und Chile nicht zu übersehen ist, hatten die 16 neuen Freiwilligen am Nachmittag die Gelegenheit, die deutsch-chilenische Geschichte eigenständig zu erleben, indem sie in Gruppen nah gelegene Orte wie das deutsche Seniorenheim, den deutschen Sportclub Manquehue, die Clinica Alemana und einen Laden mit Produkten der Villa Baviera erkundeten.

Ein Höhepunkt des Seminars war die erste Begegnung der 16 Freiwilligen mit Schülern verschiedener PASCH-Schulen. Gemeinsam mit Björte Pürschel, Mitarbeiterin des Goethe-Instituts, hatte Anna Hendrischk-Seewald sechs Schüler des Instituto Nacional und der Deutschen Schule Santiago eingeladen, um die Schüler bezüglich ihrer Beziehung zu Deutsch und zum Deutsch lernen zu befragen.

Pasch-Schulen

Pasch steht für die Initiative «Schulen: Partner der Zukunft». Sie vernetzt weltweit mehr als 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. Pasch ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut (GI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz.

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