«Kontakte sind für die Entwicklung fundamental»

Am Mittwoch, den 30. März, wird von 19 bis 21 Uhr im DCB das erste Treffen des Deutsch-Chilenischen Unternehmungsvereins stattfinden. Cóndor-Chefredakteur Arne Dettmann sprach mit Cristián Schalper, worum es dabei geht.

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Cóndor: Cristián, wer genau steht hinter dem Deutsch-Chilenischen Unternehmungsverein (DCU) und was habt ihr vor?

Cristián Schalper: Wir bilden eine Gruppe von derzeit rund 100 Mitgliedern, die Interesse daran haben, mit anderen Firmengründern und Startup-Unternehmern in Kontakt zu treten, Erfahrungen auszutauschen, bei der Suche von Geschäftspartnern zu vermitteln und den Informationsfluss zu erleichtern. Es handelt sich um ehemalige Schüler der Deutschen Schulen, wie zum Beispiel Maximilian Klapp, der zusammen mit Ángel Andraca die Idee hatte, die erste chilenische Armbanduhr aus Holz auf den Markt zu bringen. Oder Christoph Flaskamp von der Brauerei Principal, der über seine Erfahrungen berichten wird. Hinzu kommen aber auch viele andere Existenzgründer und Geschäftsleute, die zukünftig neue Projekte und Ideen umsetzen wollen. Sie alle sind Teil der deutsch-chilenischen Gemeinschaft. Unsere erste Messe in den Räumen des DCBs, der freundlicherweise die Schirmherrschaft übernommen hat, soll dazu dienen, uns bekannt zu machen und weitere Interessenten einzuladen.

Gibt es eine solche Anlaufstelle und Kontaktbörse nicht schon durch die Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer (Camchal)?

Nein. Denn die Camchal richtet sich eher an bereits etablierte Unternehmen, die schon länger auf dem Markt sind und oft auch viel größeren Umfang aufweisen. Unser Fokus liegt auf Personen, die in den Startlöchern stehen, um eine neue Geschäftsideen zu verwirklichen. Die Erfahrung hat dabei eines gezeigt: Am Wichtigsten sind in dieser Aufbauphase Kontakte und gegenseitige Hilfe. Zum Beispiel gibt es jemanden, der wissen will, wie er seinen zukünftigen Vertrieb bewerkstelligt. Und dann meldet sich jemand aus der deutsch-chilenischen Gemeinschaft und sagt: «Hey, du! Ich kann dir helfen.» – Das sind Sinn und Zweck des DCUs.

Wie soll das Netzwerk konkret funktionieren?

Bisher kommunizieren wir über unsere eigene Facebook-Seite. Bald soll auch die eigene Internetseite komplett laufen. Unser Anliegen ist aber auch, möglichst jeden Monat Treffen und Messen zu organisieren, um Hilfestellung zu geben und Informationen auszutauschen.

Wie kam es zur Idee, den DCU zu gründen? Und was machst du selbst beruflich?

Ich bin auf die Deutsche Schule Santiago gegangen und habe dann Ingenieurswesen an der Universidad Católica studiert. Derzeit arbeite ich bei der Asociación de Emprendedores de Chile (Asech), einer Vereinigung, um ebenfalls das Unternehmertum in Chile zu fördern. Ich halte das für die Entwicklung unseres Landes für sehr wichtig. Und fundamental ist dabei, sich bei Problemen und Herausforderungen gegenseitig zu helfen. Die deutsch-chilenische Gemeinschaft ist nicht nur groß, sondern weist auch intern eine starke Bindung auf. Daher lag es nah, diese gute Ausgangslage zu nutzen und den DCU zu gründen.

Cristián, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen euch viel Erfolg!

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