Schüleraustausch der Deutschen Schule Frutillar

«Die Deutschen sind ordentlich, aber nicht übertrieben»

Benjamín Alliende, Valentina Colomés, Vicente Iribarne, Trinidad Sánchez und Martin Montesinos haben am Austausch nach Deutschland im Jahr 2018-2019 teilgenommen. Foto: Deutsche Schule Frutillar

In diesen Tagen koordiniert die Deutsche Schule Frutillar einen erneuten Austausch mit Deutschland für Schüler der zehnten und elften Klasse. Die Reise ist für Dezember geplant. Vier Schüler des letzten Austausches berichteten über ihre Erlebnisse.

Ein unvergessliches Erlebnis und eine Reise voller Herausforderungen war der Austausch der Schüler, der sie nach Deutschland führte, um mit Familien zusammenzuleben und Bildungseinrichtungen aus verschiedenen Teilen des Landes kennenzulernen. Fünf Schüler erlebten Ende 2018 den europäischen Winter im Norden und Süden des Landes. Sie konnten ihre Sprachkenntnisse vertiefen, mehr über die deutsche Kultur und Realität lernen und gleichzeitig persönlich wachsen und selbständiger werden.

Valentina Colomés, Schülerin der zwölften Klasse, erlebte die Erfahrung des Austauschs in der süddeutschen Stadt Ravensburg. «Nach der Rückkehr hatte ich ein deutlich besseres Sprachniveau erreicht, und der Aufenthalt war sehr schön. Die Kultur dort ist anders, und man kann das spüren. Man geht auf die Straße, und alles ist viel geordneter als hier. Es ist ein abrupter Wechsel, wenn man von einer Kultur in die andere geht. Einige Leute finden es schwierig, sich an die Veränderungen anzupassen, aber es war nicht so schwierig für mich, weil ich immer eine positive Einstellung zu den Veränderungen und den Problemen hatte, die ich vielleicht haben könnte. Am Ende hatte ich keine Probleme, und es war alles in Ordnung», erzählt sie.

Zu Fuß oder per Rad zur Schule

Benjamin Alliende, ebenfalls Schüler der zwölften Klasse, machte großartige Erfahrungen in einer kleinen Bergstadt südlich von München, wo das Schuljahr trotz Schnee und Kälte normal stattfindet. Benjamin Alliende: «Es ist beeindruckend, dass alle Schüler dort zur Schule gehen oder Rad fahren. Der Schüleraustausch dient dazu, die Sprache zu lernen und andere Bräuche kennenzulernen, denn in Deutschland verhalten sich die Menschen ganz anders als in Chile, es gibt strengere, direktere Dinge, mehr Organisation, würde ich sagen».

Eine motivierende Erfahrung war die von Vicente Iribarne, Schüler der elften Klasse, der sich schon früh dafür entschied, ins Ausland zu gehen, um die deutsche Sprache zu lernen. «Uns wurde immer die Bedeutung der Sprache in unserer Schule vermittelt, und mir wurde die Möglichkeit gegeben, ein Jahr früher zu gehen, was ich großartig fand: Ich habe mich dafür entschieden, es zu nutzen, weil es für meine Zukunft und das was ich studieren möchte sehr wichtig ist gut Deutsch zu sprechen. Du lernst eine ganz andere Kultur kennen und du lebst diese. Du lernst die Welt kennen. Es gibt so viele Dinge, die man in seinem kurzen Leben noch nicht gesehen hat. Es ist eine sehr schöne Erfahrung, und jeder sollte es tun», findet er.

Alltag in einer deutschen Familie

Eine der Erfahrungen, die die Schüler am meisten prägt ist, den Alltag mit einer deutschen Familie zu teilen, in der sie willkommen sind und als Teil betrachtet werden. Das erzählt der Schüler aus der zwölften Klasse Martin Montesinos: «Ich habe mich entschieden, für zwei Monate nach Deutschland zu gehen, um zu erfahren wie die Menschen dort leben, wie die Schule ist und um in einem ganz anderen System zu leben. Die Menschen sind anders, aber sie sind wie eine neue Familie für mich geworden. Meine Familie war sehr nett. Sie waren alle sehr sportlich, sehr gute und nette Menschen einfach. Ich habe auch herausgefunden, dass es nicht wahr ist, dass die Deutschen so geordnet mit all ihren Sachen sind. Sie sind geordnet und sie sind gerade heraus, aber nicht im übertriebenen Sinn. Sie kommen wirklich zu dem abgemachten Zeitpunkt an», erklärte Montesinos. Außer Valentina, Benjamin, Vicente und Martin war auch Trinidad Sánchez an dem jüngsten Schüleraustausch beteiligt.

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