Feier der alten Garde

Zwar war die offizielle Feierstunde mit Einweihung der Gedenksäule aus Anlass des 160-jährigen Bestehens der Deutschen Schule Osorno bereits Geschichte. Doch wollten es sich Schüler und Ehemalige nicht nehmen lassen, auch ihrerseits dieses Ereignis, wenn auch mit ein paar Tagen Verspätung, festlich zu begehen.

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Eingeleitet wurde das Treffen mit einem Umzug von Schülern und Ehemaligen zur Plaza, wo erst einmal beide Nationalhymnen erklangen – es fiel auf, wie viele sogar die deutsche beherrschten – und dann die Direktorin Natacha Galarce eine kurze Ansprache hielt. Von der Plaza marschierten Schüler und Ehemalige in geschlossener, wenn auch recht lockerer Formation unter den Klängen des Musikzuges der heimischen Garnison zurück zur Schule.
Dort vor der Turnhalle versammelt hieß es erst einmal abwarten bei recht kühlem Südwind, denn eine Öffnung war für 13 Uhr vorgesehen. Aber das Warten sollte sich gelohnt haben, ein echt fürstliches Mal war auf Bestellung des Elternbeirates zustande gekommen. Nahezu 900 Gäste füllten den Saal, alte Schulkameraden trafen sich, es gab viel zu erzählen und so manche «copucha» kursierte im Raum. Viele leere Flaschen zeugten im Nachhinein von einer zügigen Belebung der Gespräche.
Ein derartiges Treffen ehemaliger Schulkameraden lohnt doch immer und wenn es nur zum Austausch solcher Informationen ist, dass die Isabel aus der 6. Klasse nun doch den Jungen aus der 8. gekriegt hat. War wohl zu erwarten gewesen, aber nun sind sie ja schon 25 Jahre verheiratet.
Man kann es bei diesen Gelegenheiten nicht verübeln, dass sogar spät abends noch immer welche zusammensaßen, obwohl es doch nur ein Mittagessen sein sollte. Haben sie sich wirklich alles erzählen können oder war die Zeit zu kurz?

Dietrich Angerstein

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