Einfach exzellent!

Nach einer einwöchigen Prüfungsphase war es geschafft: Die DS Sankt Thomas Morus hat die Bund-Länder-Inspektion (BLI) erfolgreich durchlaufen und trägt jetzt das Gütesiegel «Exzellente Deutsche Auslandsschule».

Exzellenter Unterricht an der DS Thomas Morus: Susana Coronado, Sabine Trapp, Pamela Trebilcock, Katherin Sulzer und Kristel Baumert.

Das positive Ergebnis wurde am Freitag, den 12. April, offiziell mitgeteilt. Die drei extra aus Deutschland angereisten Inspekteure Sandra Luthe, Wiebke Gröhn und Andreas Kremer hatten zuvor eine Woche lang dem Unterricht an der DS Thomas Morus beigewohnt, Interviews mit Schulleitung, Vorstand und Verwaltung geführt sowie Elternvertretung, Schüler und Personal befragt. Die Einrichtung wurde somit auf Herz und Nieren geprüft, ob sie den Ansprüchen eines modernen pädagogischen Qualitätsmanagements genügt.

«Es handelt sich um ein strenges Protokoll», erklärt Schulleiterin Sabine Trapp, auf das sich die DS Thomas Morus nicht lange hatte vorbereiten können. Im Oktober vergangenen Jahres wurde ihr die Inspektion angekündigt, im Januar musste sie schließlich 500 Seiten Qualitätsdokumentation vorab nach Deutschland schicken. Doch wozu überhaupt dieser Test?

Die Schule wurde 2009 offiziell in den Status einer Deutschen Auslandsschule gehoben. Will heißen: Der Unterricht muss zumindest teilweise in deutscher Sprache stattfinden und viele zu einem Studium in Deutschland befähigen. Das ist mit dem Gemischtsprachigen Internationalen Baccalaureate (GIB), das die Thomas-Morus-Schule anbietet, der Fall. «Da wir öffentliche Finanzmittel aus Deutschland erhalten, müssen wir auch gewisse Qualitätsanforderungen erfüllen», erläutert Sabine Trapp.

Das Gütesiegel «Exzellente Deutsche Auslandsschule» wurde 2008 von der Kultusministerkonferenz eingeführt. Zum Hintergrund: Bildung und Kultur sind in Deutschland im Wesentlichen eine Angelegenheit der einzelnen Bundesländer, die in diesem Fall aber gemeinsam mit dem Bund die besagte Inspektion verbindlich vorschreiben. Fast alle 141 Deutsche Auslandsschulen haben diesen schwierigen Test durchlaufen. Neben der DS Santiago, Valparaíso, Concepción und Valdivia darf nun auch die DS St. Thomas Morus in Chile diese Auszeichnung tragen.

«Für uns bedeutet dieses Gütesiegel eine Anerkennung auf internationaler Ebene. Besonders stark ist die Thomas-Morus-Schule in der Teamarbeit. Gleichzeitig wurden aber durch die externe Analyse auch Entwicklungsschwerpunkte aufgezeigt, an denen wir noch zu arbeiten haben», erläutert Sabine Trapp. Ein Ausruhen auf den Lorbeeren ist also nicht angesagt. Denn in fünf Jahren steht die nächste Qualitätsprüfung aus Deutschland an. Sabine Trapp: «Dann wird überprüft, ob wir unsere Hausaufgaben ordentlich gemacht haben.»

 

Hintergrund: Gute Bildung und hohe Nachfrage

Im vergangenen Jahr belegte die Sankt-Thomas-Morus-Schule im landesweiten PSU-Ranking den 26. Platz. Das gute Abschneiden auch in den Vorjahren hat eine hohe Nachfrage zur Folge. Alleine für 2014 gab es im Präkindergarten 193 Anmeldungen von Eltern, die ihre Kinder gerne hier unterrichten lassen möchten. Frei-Plätze stehen allerdings nur 36 zur Verfügung. «Wir sind akademisch gut aufgestellt, aber als Stadtteilschule natürlich in unseren Kapazitäten begrenzt», erklärt Schulleiterin Sabine Trapp.

Derzeit besuchen fast 800 Schüler die Bildungseinrichtung in der Straße Pedro Valdivia im Santiaguiner Stadtteil Providencia. Im vergangenen Jahr absolvierte die erste Generation das Gemischtsprachige Internationale Baccalaureate (GIB), das als international anerkannter Bildungsabschluss zu einem Hochschulstudium berechtigt. 95 Prozent der beiden Abgangsklassen bestanden das deutsche Sprachdiplom II. «Eine tolle Leistung, denn unter den Schülern waren keine Muttersprachler», ergänzt Sabine Trapp. «Das zeigt, dass unser Konzept, das wir jetzt auch durch die Bilingualität unterstützen,  gut funktioniert.»

 

Lesen Sie auf der nächsten Seite über das Patenschaft-Programm der DS Sankt Thomas Morus.

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