Ehrenamtliche Retter zu Wasser

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist mit über 1,1 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Sie wurde vor 100 Jahren am 19. Oktober 1913 in Leipzig gegründet.

In den Sommermonaten 2013 sind bei bestem Badewetter weit mehr Menschen in Deutschlands Gewässern ertrunken als im Vorjahr. Bundesweit 250 Männer, Frauen und Kinder kamen zwischen Juni und dem 19. August im Wasser ums Leben, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vor Kurzem in Bad Nenndorf (Niedersachsen) mitteilte. 2012 hatten die Lebensretter 136 Badetote in den Ferienmonaten gezählt. Ursachen für die Unglücke sind der DLRG zufolge oft Selbstüberschätzung, gesundheitliche Probleme, Übermut, Leichtsinn und Unkenntnis der tatsächlichen Gefahren.

«Das ist die Schattenseite eines schönen Sommers. Wir mussten mit einem Anstieg der Ertrinkungszahlen rechnen», sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens.

Dass es nicht noch zu weiteren Todesfällen kam, ist der DLRG zu verdanken. Knapp 40.000 Mitglieder im Wasserrettungsdienst der DLRG wachen jährlich über 1,9 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Im Jahr 2011 retteten die Wachgänger mit ihrem humanitären Einsatz 457 Menschen vor dem nassen Tod. Weltweit sterben etwa eine halbe Million Menschen jährlich im Wasser. Die DLRG setzt sich angesichts dieser erschreckenden Zahl international für bessere Sicherheitsstandards auch außerhalb Deutschlands durch aktive Mitarbeit in den internationalen Dachverbänden ein.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Schirmherr der DLRG ist übrigens Bundespräsident Joachim Gauck.

Die DLRG ist die Nummer eins in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung in Deutschland. Von 1950 bis zum Jahr 2011 hat die DLRG über 21 Millionen Schwimmprüfungen und über vier Millionen Rettungsschwimmprüfungen abgenommen. In über 2.000 örtlichen Gliederungen leisten die ehrenamtlichen Helfer pro Jahr über sechs Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Menschen in Deutschland.

Angesichts der seit Januar dieses Jahres registrierten 361 Todesfälle durch Ertrinken betonte DLRG-Chef Klaus Wilkens, dass man bei der Aufklärung über Wasser-Gefahren in Kindergärten und Schulen sowie bei der Schwimmausbildung der Jüngsten nicht nachlassen dürfe.

 

 

Quellen: dpa, DLRG

 

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