Club Manquehue frischt Werte auf

Neue Kampagne für ein soziales Vereinsleben

Claudia Fehlandt Club Manquehue
Claudia Fehlandt, Vorsitzende des Club Manquehue: Ordentliches in Außerordentliches verwandeln. Foto: Walter Krumbach

 

«Der Manquehue ist mit der deutsch-chilenischen Kultur verknüpft und hat sich in seinem Werdegang mit einer bestimmten Art, die Dinge zu tun, identifiziert», beantwortet Claudia Fehlandt die Frage, welches die Begründung der kürzlich initiierten Wertekampagne des Sportvereins sei.

 

Von Walter Krumbach

Club Manquehue Wertekampagne
Auszug aus dem Flyer, den der Club Manquehue zur Wertekampagne herausgegeben hat.

Die Vorstandsvorsitzende weist auf drei Begriffe hin, die für den Club ausschlaggebend sind: Respekt, Verbindlichkeit und Verantwortung: «Wir möchten den Mitgliedern helfen, diese Werte zu leben, und dass die Generation, die uns folgt, begreift, dass der Manquehue viel mehr ist als eine Einrichtung, in der man Sport treiben kann».

Die Kampagne startete am Tag des Kindes (día del niño), da die jüngsten unter den Mitgliedern für die Clubleitung eine besonders wichtige Zielgruppe sind. Ferner richtet sie sich an die weiteren Altersgruppen. Hierbei ist der Respekt den Mitmenschen gegenüber richtungsweisend: «Der Respekt im Umgang mit anderen ist ein bisschen in Vergessenheit geraten», stellt die Präsidentin fest.

«Man sollte sich verpflichtet fühlen, etwas mehr von sich zu geben, wenn man bei einer bestimmten Angelegenheit seine Hilfe angeboten hat. So etwas macht bereits den Unterschied vom Ordentlichen zum Außerordentlichen. Etwas Außerordentliches bedeutet nicht etwa, dass jemand Weltmeister im Tennis wird, sondern dass er bereit war, ein Quentchen mehr zu geben, womit er etwas Ordentliches in etwas Außerordentliches verwandelt hat».

Eine große Rolle misst die Vereinsleitung dem Begriff Verantwortung bei: «Verantwortung bedeutet für mich, eine übernommene Aufgabe nicht an andere weiterzugeben», meint Claudia Fehlandt, und sie führt gleich vier Beispiele an: «Ich bin dafür verantwortlich, Werte zu vermitteln, sowie meine sportlichen Betätigungen auszuführen, meine Kinder zu betreuen oder die Umwelt rein zu erhalten».

«Der Club Manquehue ist keine Einrichtung „im Dienste von“, obwohl die Mitglieder unser Mittelpunkt sind», betont die Vorsitzende, «sondern in der wir alle im Dienste einer deutsch-chilenischen Kultur handeln und sie von Generation zu Generation weitergeben. Der Verein hat den Auftrag, diese Werte zurückzugewinnen, dass seine Mitglieder sich wie in ihrem zweiten Zuhause fühlen, weil sie sich mit dem, was hier drinnen vorgeht, identifizieren».

Die menschlichen Beziehungen bilden somit den Kern des Feldzugs. Claudia Fehlandt erklärt das Konzept anhand eines Beispiels: «Eine Gruppe Freunde, die sich in ihrem zweiten Zuhause treffen, um bestimmte Werte zu durchleben.» Bisher war das Feedback «super gut», versichert sie, «und das kommt sicher daher, dass die Mitglieder diese drei Begriffe nachempfinden. Sie fühlen, dass man hier eine bestimmte Art und Weise, die Dinge zu tun und eine Lebensanschauung teilt».

Ziel der Aktion ist es nicht allein, den gesellschaftlichen Umgang der Mitglieder unter sich zu optimieren, sondern dass etwa auf dem Feld die Sportler ihre Gegenspieler korrekt behandeln und die Entscheidungen der Schiedsrichter respektvoll entgegennehmen.

Die Wertekampagne ist dazu, wie Claudia Fehlandt unterstreicht, «nicht allein eine Aktion, die der Verein an seine Mitglieder richtet. Vielmehr wollen wir damit den Anfangsstoß geben, damit die Mitglieder ihre eigene Kampagne gestalten, indem sie diese Werte an ihre Kinder weiterleiten. Wir legen die Grundlagen, damit die Mitglieder die Aktion durchführen. Wir ziehen das Programm jetzt bis Jahresende durch, aber danach sind die Mitglieder dafür verantwortlich, die Werte an ihre Kinder und Enkel weiterzugeben.»  

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