Bewegte Versammlung mit gutem Ausgang

Präsident des Hospitalvereins Gerardo Köster – zum letzten Mal mit dabei.
Präsident des Hospitalvereins Gerardo Köster – zum letzten Mal mit dabei.

Stolze 110 Jahre wird die Corporación Alemana de Beneficencia in diesem Jahr alt – seit ihrer Gründung konnte sie viel Gutes leisten, wachsen und gedeihen, wie es der Vorsitzende Gerardo Köster in seiner Bilanz zum Ausdruck brachte.

Von Walter Krumbach

Nicht selten musste sie schwere Zeiten durchstehen, und auch heute melden sich dunkle Wolken am Himmel ab. Es ist zum Beispiel nicht einfach, vorauszusagen, wie sich die Zusammenarbeit mit den Isapres im Lichte der gegenwärtigen und bevorstehenden Gesetzgebung weiterentwickeln wird. Zudem weist die Gesellschaft Schulden auf, was vereinzelte Mitglieder veranlasste, das Wort zu ergreifen, um an der Finanzverwaltung Kritik zu üben.
Hierzu stellungnehmend, betonte der Geschäftsleiter Jorge Lafrentz, dass gegenwärtig Pläne durchgeführt und Projekte ausgearbeitet werden, «um mögliche zukünftige Umstände konfrontieren zu können». Bei der Beantwortung der Fragen wurde er von den Vorstandsmitgliedern beziehungsweise Fachleuten Alberto Schilling, Gerardo Köster und Marcelo Magofke unterstützt.
Da in diesem Jahr Gerardo Köster und Dag von Appen drei Perioden (insgesamt neun Jahre) dem Vorstand angehören und somit die statutenmäßig maximale Zeitspanne, die ein Direktoriumsmitglied aktiv sein kann, erreicht haben, war eine Neuwahl angesagt. Rolf Gremler dagegen konnte sich der Wiederwahl stellen. Außer Gremler schlug das Direktorium zwei weitere Kandidaten vor: den ehemaligen ärztlichen Leiter der Deutschen Klinik Dr. Claus Krebs und den Unternehmer Manfred Paulmann.
Überdies stellten sich Dr. Arnold Hoppe und Uwe Hasseldieck zur Wahl. Hoppe ist seit vielen Jahren als Arzt an der Deutschen Klinik tätig. Bei seiner Vorstellungsansprache brachte er zum Ausdruck, dass ein Direktorium gebildet werden müsse, in dem die Ärzte mit ihrem Fachwissen ihren Beitrag leisten sollten. Er kritisierte unmissverständlich Krebs‘ Leitung, ohne eine nähere Begründung anzuführen, was eine Gegenrede von Dr. Erich Schilling zu Folge hatte, der als ehemaliger Chefarzt die Arbeit seines Nachfolgers entschieden verteidigte. Dr. Claus Krebs war nicht anwesend, er weilte zum Zeitpunkt der Sitzung aus Arbeitsgründen im Ausland.
Aufgrund der ungewöhnlich hohen Anzahl an Kandidaten wurden Wahlzettel mit dem Hinweis verteilt, maximal drei Anwärter anzukreuzen. Bei der Stimmenzählung erhielten Rolf Gremler, Claus Krebs und Arnold Hoppe die höchsten Ziffern (siehe Kasten) und galten somit als gewählte Vorstandsmitglieder.
Die lebhafte Diskussion und der Wahlgang verlängerten die Versammlung, weshalb sie erst eine Dreiviertelstunde vor Mitternacht beendet war. Zu guter Letzt kam aus dem Publikum spontan eine Bitte um Beifall für Gerardo Kösters erfolgreiche Führung, der die Anwesenden mit Begeisterung Folge leisteten. Ende gut, alles gut.

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