DS Alumniverein gegründet

«Ehemalige Schüler sollen Botschafter ihrer Schule sein»

Alumniverein der Deutschen Schule Santiago gegründet
Der Vorstand des neu gegründeten DS Alumnivereins nach dem Vortrag von Raúl Alcaíno: Patricio Fierro (von links), Andrea Petermann (Stellvertretende Vorstandsvorsitzende), Vanessa Taito (Vorstand), Raúl Alcaíno, Carmen Rathje (Sekretärin), Erwin Plett (Vorstandsvorsitzender) und Fernando Duisberg (Schatzmeister). Nicht auf dem Bild, aber auch im Vorstand ist Carlos Godoy

Ende 2018 wurde der Alumniverein der Deutschen Schule Santiago (DS) gegründet. Der Verein für die ehemaligen Schüler ist inzwischen bereits bei Instagramm, Twitter und Facebook aktiv und hat mit einigen Projekten gestartet.

Von Silvia Kählert

«Unsere Schüler sollen stolz auf ihre Deutsche Schule Santiago sein. Dann sind sie auch bereit, sich als Ehemalige zu engagieren.» Dr. Erwin Plett übernahm daher die Initiative: Im vergangen Oktober wurde der Alumniverein der DS gegründet.«Einige tausend Schüler haben seit Schulgründung vor mehr als 125 Jahren die DS verlassen. Jedes Jahr kommen rund 120 dazu. Allein bei der Jubiläumsfeier zum 125-jährigen Jubiläum 2016 waren rund 1.300 Ehemalige.» Ein riesiges Potential findet Erwin Plett und Grund genug für den Ingenieur voller Tatendrang einen Ehemaligen-Verein ins Leben zu rufen.

Es habe schon einige Anläufe gegeben: «Nun wollen wir am Ball bleiben.» Daher habe er mit einigen – wie er – ehemaligen Schülern entschieden, einen institutionellen Rahmen zu schaffen. Es wurde die Satzung ausgearbeitet und der Verein im November letzten Jahres als «Corporación de Centro de Ex-Alumnos del Colegio Alemán» eingetragen. Leitideen des Vereins sind: Interkulturelle Begegnungen basierend auf Respekt, Zusammengehörigkeitsgefühl, Demokratie, Solidarität und Vielfalt zu fördern und die Entwicklung von ganzheitlichen Persönlichkeiten zu Vorbildern der Gesellschaft zu unterstützen.

Alumniverein will Netzwerkarbeit mit der deutsch-chilenischen Gemeinschaft ausbauen

Langfristiges Ziel ist: Die Vereinsmitglieder sollen sich als Botschafter der Schule sehen und sich für sie einsetzen. Es soll auch mehr und mehr Netzwerkarbeit mit der Schule selber und der ganzen deutsch-chilenischen Gemeinschaft entstehen. «Voraussetzung für diese starke Identifikation mit der Schule ist, dass die Schüler von klein auf stolz auf ihre Schule sind und darauf, hier ihre Ausbildung zu erhalten. Das wiederum setzt voraus, dass es Traditionen gibt, die sie mit der Schule verbinden», erklärt Erwin Plett. Daher soll es einmal im Jahr ein Treffen der Alumni gegeben. Erstmals wurden daher bei einem Empfang die Jahrbücher Copihue an die frischgraduierten IV Medios der Schule mit einem Lesezeichen des Vereins übergeben. Geplant ist ab 2020 alle Absolventen, die gerade die Copihue erhalten haben, zu einem «Spätschoppen» mit Bier, Brezeln und Würstchen einzuladen.

Ein weiteres Projekt wurde bereits gestartet: Vorträge von ehemaligen Schülern, die sich in der Gesellschaft verdient gemacht haben, Vorbild für die heutigen Schülern sein können und Interessantes zu berichten haben. Im September 2018 hielt Raúl Alcaíno, der ehemalige Bürgermeister von Santiago und Fernsehmoderator, einen Vortrag vor 60 Zuhörern in der DS.

Ex-Schüler wollen sich über den Alumniverein weiter engagieren

Erwin Plett möchte ehemalige Schüler weiter in laufende Projekte der DS einbinden. Dies ist ihm bei dem Sozialprojekt C.A.S.A. (Centro de Acción Social del Alemán) gelungen. «Viele Alumni wollten sich gerne weiter bei diesem Projekt engagieren. Nun habe ich einer Gruppe von Studenten in einem Kurs gezeigt, wie man elektrische Anschlüsse macht. Die jungen Leute bauten daraufhin sechs Häuser mit Steckdosen und Licht für Familien in Poblaciones », berichtet Erwin Plett.

Ex-Alumnis der Deutschen Schule Santiago beim Projekt C.A.S.A.
Studenten und Alumni der Deutschen Schule Santiago haben mit viel Elan beim sozialen Projekt CEA (Cuadrilla Egresados Alemán) mitgewirkt

In Zukunft ist eine Jobbörse geplant. So können Kontakte zwischen Ehemaligen, die Arbeitgeber sind, und Alumni, die eine Stelle suchen, entstehen. Außerdem möchte der Verein künftig Schüler und Alumni mit Stipendien unterstützen.

Bei der ersten Mitgliederversammlung am 5. Juni um 19.30 Uhr in der Sede Las Condes ist es für alle Interessierten möglich, weitere Ideen und Engagement einzubringen.

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