Alberto Schilling überrascht mit vorzeitigem Rücktritt

Jahreshauptversammlung der Corporación Chileno-Alemana de Beneficencia

Der Vorsitzende Alberto Schilling gibt das Wahlergebnis bekannt
Der Vorsitzende Alberto Schilling gibt das Wahlergebnis bekannt.

 

Von Walter Krumbach

Der Vorstandsvorsitzende der Corporación Chileno-Alemana de Beneficencia Alberto Schilling gab während der diesjährigen Jahreshauptversammlung seinen Rücktritt «aus persönlichen Gründen» bekannt. Er dankte den Mitgliedern für das ihm vor sechs Jahren entgegengebrachte Vertrauen. Satzungsgemäß stand ihm noch eine Periode zu, weshalb seine Mitteilung die zahlreich anwesenden Teilnehmer überraschte. Somit stieg die Zahl der neu zu wählenden Direktoriumsmitglieder auf zwei. Außer Schilling schied nämlich Andrés Kuhlmann aus, der die ihm zukommende höchst mögliche Zeitperiode erfüllt hatte. 

Insgesamt sechs Kandidaten standen zur Wahl, von denen zwei eindeutig als Sieger hervorgingen (siehe Kasten). Eine der ersten Amtshandlungen der Gewählten Jan Rusch und Roberto Loehnert innerhalb des Vorstandes wird die Abstimmung von Alberto Schillings Nachfolger sein.

Teilansicht der Versammlung der Corporación Chileno-Alemana de Beneficencia
Teilansicht der Versammlung der Corporación Chileno-Alemana de Beneficencia

Den Mittelpunkt der Versammlung bildete der Jahresbericht des scheidenden Präsidenten. Schilling gliederte sein Referat in vier Gebiete: Wohltätigkeit, Gesundheit, Bildung und Seniorenbetreuung. In Wohltätigkeit investierte die Körperschaft während des Rechnungsjahres 2016 über 1.630 Millionen Peso, die dem Schüler-Zahnmedizinzentrum La Granja, der Clínica UDD La Florida und etlichen anderen Behandlungsorten zugutekamen. So hob der Vorsitzende die fruchtbare, im Jahr 2001 begonnene Zusammenarbeit mit dem Hospital Padre Hurtado hervor. Allein die Deutsche Klinik Santiago gab auf dem Gebiet über 7.000 Leistungen, darunter verschiedene Organtransplantationen.

Im Bereich Gesundheit hob der Präsident den Start der Versicherungsgesellschaft Alemana Seguros S.A. hervor. Sie ist seit April auf dem Markt präsent und wird «ab 2018 mit verschiedenen zugkräftigen Produkten aufwarten». Ferner führte er die Zunahme an Forschungsarbeiten an, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Gegenwärtig werden 141 Projekte bearbeitet. Schilling verwies ebenso nicht ohne Stolz auf verschiedene Auszeichnungen, die die Klinik erhielt, wie zum Beispiel von GfK Adimark.

Im Folgenden berichtete er ausführlich von Behandlungsgeräten, die von der Deutschen Klinik Temuco angekauft wurden, sowie der zahlreichen Treffen, Kongresse und Symposien, die dort stattgefunden haben. Eine ihrer Ärztinnen, Dr. Cecilia Mandiola, wurde im Jahr 2016 zu einer der 100 führenden Frauen des Landes gekürt.

Die Deutsche Klinik Valdivia kann nunmehr auf ein Jahrzehnt Fortschritte zurückblicken, bekräftigte Schilling. Sie setzte eine Onkologie-Abteilung in Betrieb und ist derzeitig das einzige Behandlungszentrum im Süden Chiles, welches imstande ist, Knochenmarktransplantationen durchzuführen.

Ein besonderes Anliegen der Leitung ist die Verbesserung der Dienstleistungen, betonte Schilling. Damit meinte er nicht einzig den ärztlichen Service, sondern auch einen möglichst schnellen Zugang zur Klinik-Infrastruktur, mit einer Optimierung des Fahrzeugverkehrs, womit eine Verringerung der Parkzeiten erreicht werden soll. Zum anderen besteht großes Interesse, begabte Mitarbeiter aus dem Ärztebereich zu erhalten beziehungsweise anzuziehen.

Zum Bereich Bildung deutete der Präsident darauf hin, dass Medizin- und Zahnmedizinstudenten der UDD Stipendien zur Verfügung gestellt wurden. Ferner erhielten Ärzte Ausbildungsförderung-Stipendien sowie Fortbildungsstipendien an der UDD.

Schilling erinnerte daran, dass bereits neun Generationen Ärzte die UDD absolviert haben. Die Medizinfakultät sei als eine der besten des Landes anerkannt.

Auf dem Gebiet Senioren habe die Leitung sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität der Bewohner der Heime zu verbessern, von denen zurzeit Einrichtungen in drei Städten – Santiago, Valdivia und Osorno – in Betrieb sind. Der Präsident gab bekannt, dass das Projekt Puerto Varas in Zusammenarbeit mit der Corporación Gerda Heim Minte durchgeführt wird. Es wird 60 Bewohner beherbergen können und voraussichtlich 2019 eingeweiht werden.

Zum Thema Mitglieder meinte Schilling, es handele sich nicht nur darum, Leistungen zu erhalten, sondern auch, sich für das Werk einzusetzen und somit Bestandteil des Projekts zu sein. Gegenwärtig zählt die Körperschaft 8.983 Mitglieder, von denen 100 im letzten Jahr dazugekommen sind.  

Anschließend erteilte er dem Geschäftsführer Jorge Lafrentz das Wort, der die Ziffern des Jahres 2016 mit denen des Jahres 2015 verglich, womit er bestätigen konnte, dass sie allesamt verbessert werden konnten. Er definierte sie als «solide, gesunde Zahlen», welche ordnungsgemäß geprüft worden sind. Lafrentz‘ Bericht erhielt einen spontanen Applaus.

Die Versammlung endete traditionsgemäß mit einem geselligen Beisammensein.             

 

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