Liebesschlösser

Liebe Cóndor-Leser,

 

über die Weihnachtstage und Silvester haben meine Familie und ich meine Eltern in Hamburg besucht. Bei einem Spaziergang durch den neuen Stadtteil Hafencity bewunderten wir die Massen an Metallschlössern, die dort an den Brücken und Stegen hängen. Eingraviert tragen sie die Namen und Daten von Liebespaaren, die nach ihrem Treueschwur das Schloss am Gitter befestigt und den Schlüssel dann in den Fleet geworfen haben. Schließlich soll ja die große Liebe ewig halten.

Auch in Santiago gibt es eine solch romantische Stelle. Die Fußgängerbrücke Racamalac in Providencia zieren ebenfalls hunderte dieser eisernen Liebesbeweise. Der Legende nach stammt dieser symbolhafte Brauch aus Florenz und erfreut sich offenbar einer großen Beliebtheit, denn die Hamburger haben ihn auch an anderen Brücken übernommen.

Für uns als deutsch-chilenisches Paar stellt sich nun die Frage, wo wir denn unser Liebesschloss festmachen sollen: in Hamburg oder Santiago? Ist in Chile vielleicht die Wahrscheinlichkeit höher, dass es jemand aufbricht? Oder setzen Kälte, Wind und Regen in Hamburg dem Metallschloss derart zu, dass es irgendwann von selbst abfällt?

Wie dem auch sei, es war für mich sehr schön, wieder einmal in der alten Heimat gewesen zu sein, die man ja doch nie vergessen kann und für die gilt, was auch bestimmt auf all die romantischen Metallschlösser zutrifft: Alte Liebe rostet nicht.

 

Herzlichst Ihr

Arne Dettmann

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One Comment

  1. Also ich glaube nicht, dass das Wetter den Schlössern besonders zusetzt. Am besten daher einfach an beiden Orten ein Liebesschloss anbringen 🙂

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