Der Cóndor fliegt auf La Paloma

4139_p6_editorial
La Paloma adé: Arne Dettmann, Petra Wilken und Walter Krumbach in der Redaktion mit den Musik-CDs

Liebe Cóndor-Leser,

wer in diesen Tagen unsere Redaktion besucht, der hört die sanfte Melodie von «La Paloma» durch die Räume klingen. Diese musikalische Einlage haben wir Erika und Günter Held im fernen Flensburg zu verdanken: Die beiden Verwandten der Familie Cantzler hier in Chile haben uns kürzlich drei CDs mit dem Sehnsuchtslied geschickt, und zwar in 61 Versionen: «La Paloma» gesungen von Freddy Quinn, Heino, Dean Martin, Caterina Valente bis hin zu Elvis und zu solchen ausdrucksstarken Interpreten wie den «Störtebekers» oder dem herzzerreißenden Julio Iglesias.
Wie kam es zu diesem großartigen Geschenk? Offenbar war man auch in Deutschland auf die Artikel vom November 2012 (Ausgabe Nr. 4017) gestoßen, in denen mein Kollege Walter Krumbach über sein Lieblingslied «Lili Marleen» und ich über «La Paloma» geschrieben hatten.
Welche «La Paloma»-Version am besten gefällt, ist natürlich Geschmackssache. Walter Krumbach zeigt sich ganz begeistert vom Montanara-Chor. Meine Favoriten bleiben Freddy Quinn und Hans Albers. Letzterer singt einfach zu schön den Satz: «Wie blau ist das Meer, wie groß kann der Himmel sein; ich schau hoch vom Mastkorb weit in die Welt hinein.»

Chilene rettet den HSV
Und da wir schon einmal im hohen Norden Deutschlands sind: Montagabend fegte ein Orkan durch den Hamburger Volkspark, wie die Deutsche Presseagentur schrieb. Zehntausende Fans des Hamburger Sportvereins (HSV) feierten, als ihr Club mit 2:1 gegen den Karlsruher SC siegte und damit in der 1. Bundesliga verbleiben konnte.
Vor dem Anpfiff gehörte der HSV ganze 51 Jahre lang der ersten Gruppe der Bundesliga an. Doch hätten die Kicker das Spiel verloren, dann wäre es Aus gewesen mit dem Klassenverbleib. Beinahe kam es auch so. Der HSV lag mit 0:1 zurück, und erst in der 90. Minute mit einer Minute Nachspielzeit rettete der chilenische Fußballspieler Marcelo Díaz seinen Club mit einem 1:1 in die Verlängerung.
Das dramatische Relegationsspiel zwischen dem Karlsruher SC und dem Hamburger SV bescherte dem Ersten Deutschen Fernsehen (ARD) einen Quotenrekord von fast zehn Millionen Zuschauern. In Hamburg war der Sieg der Startschuss in eine lange Partynacht.
Und nun meine Hoffnung: Wenn nur ein Chilene schon den HSV retten kann, dann müssten doch elf in der Lage sein, die Copa de América zu gewinnen – oder?

Herzlichst Ihr

Arne Dettmann

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*