Letzte Ausfahrt – Friedhof

Unser Leben ist wie das eines Autoreifens, oder?

Ruhet in Frieden? Alte Autoreifen wurden auf dem Öjendorfer Friedhof in Hamburg illegal entsorgt.

Liebe Cóndor-Leser,

wenn man es einmal genau überdenkt, dann gleicht das Leben doch einem Autoreifen. Zu Beginn rollen wir frisch aus dem Werk, betriebsbereit und gespannt auf das, was vor uns liegt. Und so sausen wir dahin – einige von uns bleiben immer auf der Spur, andere schlagen neue Wege ein, einige geraten auf die schiefe Bahn, drehen durch, schlendern umher oder leben ständig auf Pump. Life is a highway.

Doch am Ende ist unweigerlich das Profil abgenutzt, wir fühlen uns müde und ausgeleiert. Die Luft ist raus. Schließlich werden wir vom Leben abgezogen.

120 Autoreifen neben Gräbern

Insofern war es nur logisch und konsequent, was vor Kurzem auf dem Öjendorfer Friedhof in Hamburg geschah. Ein Unbekannter hatte nachts 120 Autoreifen auf dem Totenacker entsorgt. «Was für eine pietätlose Umwelt-Sauerei!», empörte sich die Bild-Zeitung. «Umwelt-Sauerei», das war korrekt. Aber pietätlos? Immerhin wollten der oder die Täter den Reifen nach einem abreibenden Leben mit vielen Umdrehungen eine definitive Ruhestätte gönnen. Letzte Ausfahrt – Friedhof.

Besser wäre es allerdings gewesen, die ausrangierten Gummigürtel auf einem der staatlichen Recyclinghöfe zu beerdigen. Das kostet pro Stück nur drei Euro und ist damit allemal günstiger als ein drohendes Bußgeld von 200 Euro pro Reifen, weil der Trauernde natürlich gegen das Abfallrecht verstoßen hat. Und wer weiß: Bei fachgerechter Wiederverwertung hätte es für die Autoreifen ein Leben nach dem Straßenende gegeben. Ich bin sicher, darauf wären sie total abgefahren.

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2 Comments

  1. Mike Most

    Peter Scholl Latour sagte:
    Wer halb Kalkutta aufnimmt hilft nicht Kalkutta , sondern wird zu Kalkutta.

    Hamburg wollte es so, jetzt meckert nicht das dort afrikanische Verhältnisse herrschen.
    Mit allen seinen bunten Nebenwirkungen 😜

  2. Ich beziehe mich auf den Kommentar von Hrrn Most: Es ist nicht klar, wer diese Schweinerei da verursacht hat, aber es stimmt auch, daß die Gäste von Frau Merkel und der Linke ganz andere Gewöhnheiten über Sauberkeit und Ordnung haben. Die meisten von ihnen sind primitive islamische Analphabeten, das allerlestzte.
    Ich habe beobachtet, daß diese Menschen Deutschland dezimieren und abbauen, natürlich mit der Hilfe der Linken, die sie unterstützen. In meinem Dorf gibt es keine Sperrmüll mehr, da diese Barbaren nur die nützlichen Sachen genommen haben und den Rest haben sie irgendwoanders geworfen. Schließlich hatte die Gemeinde mehrr Arbeit und Ausgaben als vor der Sammlung. Deutschland ist nicht das Gleiche wie früher und baut sich selbst ab.

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