Sean Connerys 007-Filme im Sechser-Pack

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Von Walter Krumbach

Sean Connery war der erste Darsteller des Agenten James Bond, der erfolgreichen Romanfigur des britischen Autors Ian Fleming. Er spielte ihn in sechs Filmen zwischen 1962 und 1971. 1983 ließ er sich (von einem 5-Millionen-Dollar-Honorarangebot) überzeugen, ein Remake von «Feuerball» mit dem Titel «Sag niemals nie» zu drehen. Nun ist ein Doppelpack mit den Streifen erschienen, in denen Connery bis 1971 mitwirkte. Das Filmmaterial ist gut restauriert worden, die Bilder sind scharf, die Farben leuchtend und natürlich, der Sechskanalton entspricht einem guten Standard der damaligen Zeit.

Die Produzenten waren offensichtlich an einer massiven internationalen Vermarktung des Produkts interessiert. Darauf deutet schon allein der Umstand hin, dass in der gleichen Aufmachung Blu-ray-Boxen mit James-Bond-Filmen von Nachfolgern Sean Connerys in der Hauptrolle wie Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Roger Moore erschienen sind.

Jede der sechs Blu-rays enthält Extras, von einem Bericht der Digitalisierung des Originalmaterials bis zu einem Interview mit Ian Fleming. Trailer sind beigefügt, Storyboard-Zeichnungen, ein Gespräch mit Sean Connery während der Dreharbeiten von «Goldfinger», eine Tour mit dem berühmten Aston Martin des Agenten, Screentests verschiedener Schauspieler, eine 50-minütige Dokumentation der NBC mit dem Titel «The incredible world of James Bond» und vieles mehr. Eine ansehnliche Anzahl, die etliche Stunden Kurzweil spendiert. 

Die Serie ist nicht nur Krimi-Liebhabern zu empfehlen. Der Schatten des Kalten Krieges ist übrigens ständig spürbar, was diesen Filmen einen besonders anregenden, für ihre Entstehungszeit typischen Charakter verleiht. Moskau und der CIA etwa sind wiederholt Gegenstand der Gespräche und der Handlung.

Zusätzlich ist positiv zu vermerken, dass die Spezialeffekte – an denen nicht gespart wurde – dramaturgisch kohärent eingesetzt wurden, im Gegensatz zu den jüngsten James-Bond-Produkten, wo am Computerschneidetisch Situationen erfunden und zusammengeschustert werden, die jeglicher Logik entbehren und daher nicht glaubhaft wirken.       

«007 jagt Dr. No», «Liebesgrüße aus Moskau», «Goldfinger», «Feuerball», «Man lebt nur zweimal», «Diamantenfieber», England, 1962-1971. Regie: Terence Young, Guy Hamilton, Lewis Gilbert. Produktion: Albert R. Broccoli, Harry Saltzman. Drehbuch: Richard Maibaum, Roald Dahl. Musik: Monty Norman, John Barry. Kamera: Ted Moore. Mit: Sean Connery, Bernard Lee, Lois Maxwell, Ursula Andress, Joseph Wiseman, Pedro Armendáriz, Lotte Lenya, Robert Shaw, Gert Fröbe, Honor Blackman, Claudine Auger, Karin Dor, Donald Pleasence, Jill St. John u.v.a. Spieldauer: 693 Min.

Bild ***
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